Trotz einiger Regenschauer war das Schlachtfest 2026 für den TTC und den Gesangverein Liederkranz wieder ein voller Erfolg.

Das Schlachtfest zählt zu den beliebtesten Veranstaltungen im Eppertshäuser Jahreskalender. Doch bei der jüngsten Ausgabe, die der TTC mit dem Gesangverein Liederkranz-Frohsinn gemeinsam auf die Beine stellten, sagten die Wetterfrösche einen feuchten Nachmittag voraus. Beim Fassanstich mit Bürgermeister Stephan Brockmann (CDU) gab Ella Berker vom Orga-Team deshalb lieber einfach mal Entwarnung: Man habe gute Kontakte zum Wetterdienst in Offenbach und werde veranlassen, dass Vorhersage und Wetter umdisponiert werden. Dafür reiche ein Tablet. Durch das Freibier war die Prognose der Meteorologen in diesem Moment ohnehin zweitrangig. Auch TTC-Vorsitzender Jens Dony zeigte sich entspannt: Durch die gute Sponsorenriege sei das finanzielle Risiko, etwa bei der Musik (Owwedäler Dorfmussig sowie Rabaz mit Missy B.), überschaubar. Zum anderen berief er sich auf die Vergangenheit, als der Himmel schon einmal während dem Schlachtfest seine Schleusen öffnete: “Vor zwei Jahren blieben die meisten Leute da und bereuten es nicht. Schnell war wieder eitler Sonnenschein und tolle Stimmung.” Ohnehin sind die Voraussetzungen an der Bürgerhalle bei Wetterkapriolen ideal: Im Hof schützen die riesigen Schirme vor Sonne als auch Regen. Und wer es behaglicher mag, geht einfach in den kleinen Saal der Bürgerhalle. Dort war ebenso die Essensausgabe positioniert, natürlich mit Deftigem. Es warteten fein angerichtete Schlacht- oder Wurstplatten, dazu durfte Rippchen mit Sauerkraut nicht fehlen. Speziell für den Nachmittag wurden Leberkäsebrötchen ins Programm genommen. Bei den Getränken offenbarte sich das Angebot mit Cocktails und Weißwein-Slush ganz nah am Puls der Zeit. Neue Ideen fürs Schlachtfest kommen in der Regel vom Tischtennisclub, der seit wenigen Jahren als gleichberechtigter Partner die “Männersänger” unterstützt und damit den Fortbestand des Festes garantiert. Altersbedingt fiel es dem Gesangverein in den letzten Jahren zunehmend schwerer, den Auf- und Abbau zu stemmen oder die verschiedenen Schichten zu besetzen. Mit dem TTC gab es sowohl Manpower und frische Akzente, etwa eine Bühne für Musik oder Kinderbelustigung. Kein Wunder: Mit zehn Herren-, drei Damen- und fünf Jugendmannschaften sowie einem äußerst rührigen Vorstand zählt der TTC derzeit zu den aktivsten Vereinen im Ort. Das Orga-Team fürs Schlachtfest setzt sich aus fünf Personen zusammen. Jeweils zwei stammen von Gesangverein und TTC, Reimund Viertl ist in beiden Vereinen Mitglied.

Er gilt als wichtiger Brückenkopf. Wie gut die Zusammenarbeit klappt, lässt sich daran erkennen,  dass die Vorbereitung des Schlachtfestes 2026 nur noch vier Treffen benötigte. “Die Sache ist bereits eingespielt“, erklärte Dony.

Trotz professioneller Handhabe klappte nicht alles, was sich daran zeigte, dass der Getränkelieferant die bestellte Johannisbeerschorle nicht lieferte oder die Brötchen später eintrafen als gewünscht. Dem erfolgreichen Festverlauf mit insgesamt 80 Dienstleuten tat dies keinen Abbruch, darunter bei der Kaffee- und Kuchentheke, wo 45 Kuchen und Torten zur Auswahl standen. Das Nass vom Himmel setzte wie angekündigt einige Male kurz ein, was insgesamt aber locker genommen wurde. Mit Fensterabziehern befreiten die Helfer die Garnituren ruckzuck von Regentropfen oder kleinen Rinnsalen. So lässt sich das mittlerweile 43. Schlachtfest wieder als Erfolg buchen, was sich schon beim Fassanstich offenbarte, der ohne Spritzer von statten ging: “Ein Schlag ist Standard”, sagte Bürgermeister Stephan Brockmann und führte an, dass die Fässer mittlerweile so konzipiert sind, dass sich beim Anschlagen kaum noch was falsch machen lässt. 

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